Bedenkenswertes
Hier entsteht eine Sammlung von bedenkenswerten Texten in einer völlig subjektiven Auswahl durch den "Webmaster" dieser Gemeinde-Webseite (der Anregungen dazu gerne über das Pfarrbüro entgegennimmt).
Nur für heute
- Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
- Nur für heute werde ich die größte Sorge für mein Auftreten pflegen: vornehm in meinem Verhalten; ich werde niemand kritisieren, ja, ich werde nicht danach streben, die anderen zu verbessern, nur mich selbst.
- Nur für heute werde ich in der Gewißheit glücklich sein, daß ich für das Glück geschaffen bin, nicht nur für die andere, sondern auch für diese Welt.
- Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, daß die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.
- Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; wie die Nahrung für das Leben notwendig ist, so ist die gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.
- Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen, und ich werde es niemand erzählen.
- Nur für heute werde ich etwas tun, das ich keine Lust habe zu tun; sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt.
- Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: vor der Hetze und der Unentschlossenheit.
- Nur für heute werde ich fest glauben - selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten -, dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemand in der Welt.
- Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist, und an die Güte zu glauben.
Johannes XXIII., "Dekalog der Gelassenheit"
(gefunden im Evangelischen Gesangbuch S. 1199)
Lasst uns Kirche sein, die am Lernen ist
Lasst uns Kirche sein,
die am Lernen ist.
Die die Fragen der Frauen hört,
die das Suchen der Männer sieht
und nicht bloß uralte Einsichten wiederkäut,
sondern ringt.
Lasst uns Kirche sein,
die menschlich ist.
Die warmherzig urteilt,
die weitherzig lehrt,
handfest dient und nicht nach der Erhabenheit,
sondern dem Boden fragt.
Lasst uns Kirche sein,
die wahrhaftig ist.
Die das Notwendige sagt,
die das Erforderliche bezeugt
und sich nicht an den Spielen der Welt orientiert,
sondern am Reich Gottes.
Lasst uns Kirche sein,
die nährend ist.
Die frisches Brot anbietet und wilden Wein,
die hofft, und nicht bloß argumentiert,
und die nicht nur losspricht,
sondern wärmt.
Lasst uns Kirche sein,
die nach Güte und Großmut riecht.
Jacqueline Keune